Als ich den ersten richtigen Trailer zu Peaky Blinders The Immortal Man gesehen habe, war da nicht einfach nur Euphorie. Nein Nein. Es war eher so ein leises Ziehen in der Brust, dieses Gefühl von Heimkommen in eine Welt, die mich über Jahre begleitet hat. Vier Jahre nach dem Ende der Serie (fühlte sich echt schon lange an) kehrt Tommy Shelby zurück, und zwar im Jahr 1940, mitten im Chaos des Zweiten Weltkriegs.
Der Trailer auf dem Netflix YT Account zeigt einen Mann, der gezeichnet ist, vielleicht müder, aber keineswegs gebrochen. Tommy kommt aus dem Exil zurück, um sich seiner wohl zerstörerischsten Abrechnung zu stellen.
Die Zukunft der Familie und sogar des Landes steht auf dem Spiel. Das klingt groß, beinahe pathetisch, und trotzdem wirkt es intim. Besonders spannend finde ich, dass offenbar sein Sohn die Führung der Gang übernimmt. Dieses Motiv, Vermächtnis und Nachfolge, hat die Serie immer begleitet, doch jetzt scheint es zu eskalieren.
Manche fürchten Tommys Ruf, andere haben ihn längst vergessen. Diese Ambivalenz macht neugierig. Ich weiß noch nicht, ob ich den Film als großes Spektakel sehen will oder lieber allein, mit Kopfhörern und maximaler Konzentration.
Und dann ist da noch die angekündigte Sequel Serie ab 1953, mit einer neuen Generation der Shelbys. Vielleicht geht es am Ende weniger um Gangsterromantik als um Erinnerung. Um das, was bleibt. Was meint ihr?