Lohnt sich Avatar 3 wirklich?

Kurz und knackig meine Gedanken zu Avatar 3 Fire and Ash. Läuft ja grad in unseren Kinos. Die Bilder sind erneut überwältigend. Keine Frage. Einfach nur WOW. Feuer, Asche, diese raue neue Seite von Pandora, alles wirkt durchdacht und extrem kontrolliert. Fast zu kontrolliert. Ich hab gemerkt, wie mein Blick über die Leinwand wandert, statt in der Geschichte zu versinken. Technisch ist das Kino hier auf einem Niveau, das kaum jemand erreicht, aber Technik allein trägt keinen Abend.

Inhaltlich kreist der Film um vertraute Themen. Familie, Schuld, Macht, Zugehörigkeit. Nichts davon ist schlecht erzählt, aber vieles fühlt sich bekannt an, wie ein Gedanke, den man schon einmal zu Ende gedacht hat. Die Laufzeit von über drei Stunden verstärkt das noch. Irgendwann hatte ich das Gefühl, der Film will mehr Bedeutung, als er mir tatsächlich geben kann. Bedeutungsschwanger, nennt man sowas, oder?

Ich bin rausgegangen ohne Ärger, aber auch ohne Nachhall. Kein Bild, das bleibt. Kein Moment, der nachwirkt. Und genau da hab ich mir die Frage gestellt, die ich jetzt weitergebe. Lohnt sich Avatar 3 wirklich, oder reicht es, ihn gesehen zu haben. Ich finde, man muss ihn nicht gesehen haben, aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung.