Jared Leto war mal mein Idol, aber das ist jetzt einfach TOO MUCH!

Wer mich länger kennt, wird wissen, wie schwer mir die Zeilen hier jetzt fallen. Aber ich hätte echt nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber Jared Leto nervt mich. Richtig. Früher war er für mich das Sinnbild von Hingabe, Kreativität, Mut. Ein Typ, der sich in jede Rolle hineingeworfen hat, als gäbe es kein Morgen. Requiem for a Dream, Dallas Buyers Club, Leute, das waren nicht einfach Filme, das waren Erlebnisse. Ich hab ihn bewundert, vielleicht sogar zu sehr.

Aber irgendwann kippte diese Faszination in Fremdscham. Es war, als würde ein Idol langsam in eine Karikatur seiner selbst zerfallen. Sein Method Acting wirkte plötzlich nicht mehr nach Leidenschaft, sondern nach Größenwahn. Dieses ständige „Ich bin die Rolle“ Gehabe, die Ratten am Set, die absurden Aktionen, irgendwann war’s einfach TOO MUCH.

Und dann kam die Musik. Früher mochte ich 30 Seconds to Mars, ehrlich. Heute erinnert mich das alles eher an einen Kult als an eine Band. Weiße Roben, spirituelle Posen, eine Insel in Kroatien, wo Fans ihm wie einem Propheten folgen. Ich hab mir das Flipps-Video dazu angeschaut und irgendwie war das der Moment, wo’s endgültig Klick gemacht hat. Da war kein Künstler mehr, nur noch ein Ego, das sich selbst feiert.

Vielleicht war er immer schon so. Vielleicht hab ich nur zu spät hingeschaut. Ich will ihn nicht hassen, ehrlich nicht. Aber manchmal muss man akzeptieren, dass jemand, den man bewundert hat, sich in etwas verwandelt, das man nicht mehr versteht.

Vielleicht bleib ich trotzdem neugierig. Irgendwann, vielleicht, schafft er’s ja doch, mich wieder zu überraschen, nur diesmal bitte positiv.