Electro 33 bei Clash of Clans erreicht und trotzdem irgendwie unzufrieden

Ich fang heute mit einem kleinen Geständnis an. Erster Post im neuen Jahr sozusagen. Frohes neues, bzw. Haha. Also ja, Neujahrsvorsätze sind ja so eine Sache, meistens sind sie schneller wieder vergessen als einem lieb ist. Aber heuer fühlt es sich irgendwie anders an. Vielleicht weil ich mir endlich eingestanden hab, dass nicht alles, was Spaß macht, mir auch gut tut.

Seit Jahren spiele ich Clash of Clans. Anfangs nur nebenbei, in der U-Bahn, abends auf der Couch. Eh harmlos, hab ich mir gedacht. Und dann war ich plötzlich voll drinnen. Letzte Woche hab ich die Electro 33 League erreicht und ja, ein Teil von mir war richtig stolz. Das fühlt sich an wie ein kleiner persönlicher Erfolg, auch wenn es „nur“ ein Mobile Game ist. Aber der Weg dorthin war… naja, intensiv.

Clash of Clans ist offiziell free to play. Theoretisch zumindest. Praktisch weiß jeder, der länger spielt, dass man ohne Echtgeld kaum vorankommt. Ich hab mir das lange schön geredet. 10 Euro hier, 20 dort. Am Ende waren es dann meistens zwischen 50 und 100 Euro im Monat. Wenn ich das so hinschreibe, klingt es ehrlich gesagt ziemlich absurd. Klar, es gibt Spieler, die noch viel mehr ausgeben, da bin ich eh ein kleiner Fisch. Aber trotzdem, das Geld ist weg und die Zeit auch.

Was mich mehr stört als das Geld, ist der Zeitfaktor. Viele Angriffe am Tag, Events, Clan Games, immer noch schnell reinschauen. „Nur fünf Minuten“ wurde locker eine halbe Stunde. Und draußen war schönes Wetter, ich hab’s halt verpasst. Ein bissl traurig eigentlich.

Darum hab ich mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusst runterzufahren. Weniger Geld ins Spiel stecken, vielleicht sogar gar nichts mehr. Und vor allem weniger Zeit. Ich will wieder mehr rausgehen, spazieren, vielleicht wieder regelmäßig trainieren. Die Klassiker halt, die man sich jedes Jahr vornimmt und dann oft schleifen lässt.

Ganz aufhören will ich nicht, das wär gelogen. Clash of Clans macht mir ja immer noch Spaß. Aber es soll wieder ein Spiel sein und nicht mein Alltag. Ich glaub, wenn ich das schaffe, dann hab ich 2026 schon was richtig gemacht. Und falls nicht, dann probier ich’s halt nochmal, man ist ja nur Mensch.